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Beispiele für optimale Qualitätsstandards
Einige Beispiele für Empfehlungen zur Qualitätsoptimierung sollen diese Vorgangsweise illustrieren:
- Gruppengröße und Erzieher/in-Kind-Schlüssel
Die Gruppengrößen in österreichischen Kindergärten liegen deutlich über dem europäischen Durchschnitt. Zur Qualitätssicherung sind dringend gesetzliche Bestimmungen notwendig, die die maximale Gruppengröße schrittweise in allen Bundesländern auf 20 Kinder senken.
Der Erzieher/in-Kind-Schlüssel in österreichischen Kindergärten kann nur zum Teil als befriedigend bezeichnet werden, da eine Erzieher/in-Kind-Relation von 1:10, wie sie von internationalen Expert/innen empfohlen wird - nur in wenigen Fällen verwirklicht ist. Besonders belastet sind dadurch vor allem jüngere Kinder und Kinder, die täglich eine lange Zeit im Kindergarten verbringen.
Die Hälfte der österreichischen Kindergärtnerinnen ist mit ihrer derzeitigen Gruppengröße unzufrieden. Aus diesem Grund ist eine schrittweise Reduzierung der Gruppengröße auf 15 Kinder zu empfehlen.
- Raum für Bewegung
Kinder brauchen ausreichende Bewegungsmöglichkeiten: Für je zwei Gruppen sollte mindestens ein von den Gruppenräumen direkt zugänglicher Bewegungsraum verfügbar sein.
Spielplätze im Freien gehören zum gesicherten Standard in fast allen österreichischen Kindergärten. Zur Qualitätssicherung müssen allerdings Mängel in der Ausstattung behoben werden.
- Kindergarteneinstieg
Jüngere Kinder leiden häufig unter Trennungs- und Eingewöhnungsschwierigkeiten, daher ist ein sanfter Kindergarteneinstieg notwendig: "Schnuppertage", zeitweilige Anwesenheit einer Bezugsperson oder eine stufenweise Verlängerung der Aufenthaltsdauer erleichtern den Kindergarteneinstieg. Ein guter Betreuer/in-Kind-Schlüssel und eine kleine Gruppengröße sind in dieser Phase unentbehrlich.
- Integration behinderter Kinder
Mehr als 90% der behinderten Kinder sind in allgemeinen Kindergärten integriert. Daher ist zur Qualitätssicherung eine kleine Gruppengröße, ein günstiger Erzieher/in-Kind-Schlüssel und die interdisziplinäre Zusammenarbeit von pädagogischem, psychologischem und medizinischem Fachpersonal notwendig. Auch die Materialausstattung muss den speziellen Bedürfnissen der einzelnen Kinder angepasst sein.
- Ausländische Kinder
Der interkulturellen Erziehung kommt in der Erziehungs- und Bildungsarbeit im Kindergarten besondere Bedeutung zu. Dafür ist wieder ein besserer ErzieherIn-Kind-Schlüssel unerlässlich. Zu einem guten Qualitätsstandard gehört eine ausreichende Ausstattung mit multi-kulturellem und geschlechtssensiblen Spiel- und Lernmaterial.
Das Buch enthält eine Checkliste zur Qualitätsüberprüfung. Sie soll Eltern helfen, sich an Hand eines Leitfadens mit der Qualität eines Kindergartenplatzes für ihr Kind auseinanderzusetzen. Dadurch können sich Eltern bewusst werden, welche Qualitätsstandards ihnen besonders wichtig sind.
Für Kindergartenpädagog/innen, Leiter/innen und Fachberater/innen stellt die Checkliste eine geeignete Struktur dar, um die Rahmenbedingungen im Kindergarten sowie die pädagogische Arbeit hinsichtlich ihrer Qualität Punkt für Punkt selbst zu überprüfen. Diese Vorgangsweise ermöglicht eine detaillierte Analyse jener Qualitätsstandards, die im eigenen Kindergarten und in der eigenen Gruppe erfüllt sind bzw. einer Qualitätsverbesserung bedürfen. Weiters stellt die Checkliste eine Basis dar, die Qualität des eigenen Kindergartens öffentlichkeitswirksam zu präsentieren.
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